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Vorweg: Den interessantesten Einkauf von Lebensmitteln haben Sie auf den lokalen Märkten. Unsere dringende Empfehlung sind die folgenden Markthallen im Zentrum: Kuznetshnej Rhynok, Vladimirskaja Pl. ... dort zählen nur Rubel, möglichst kleine Scheine, weil kleine Preise - nix mit Kreditkarte ! Allerdings gibt es in der Nähe zwei Automaten. St. Petersburg zu verlassen, ohne einen solchen lebenden Markt gesehen zu haben, ist fast so, als ob Sie die Hermitage nicht besuchen. Zwei Riesen-Heimwerkermärkte mit Elektro- und Kfz-Abteilung gibt es: Maxidom, Gradshdanski Prospekt 18a (Norden, direkt am Weg zur Datscha) Maxidom, Moskovsky Prospekt 131 (Süden, am Weg zum Flughafen) Jetzt aber zum Thema: Supermärkte sind tatsächlich noch etwas Neues in St. Petersburg. Bisher gab es nur kleinere Geschäfte, große Markthallen mit Frischwaren und viele 24-Stunden-Shops - die bei uns leider eingegangenen Tante-Emma-Läden. Der wesentliche Unterschied ist, daß Sie in den russischen Geschäften und Shops alles über die Theke bekommen. D.h. Sie schauen ins Regal oder in die Vitrine und sagen dann, was Sie wollen (das klappt auch ohne Russisch gut). Im Supermarkt fahren Sie halt wie gewohnt mit dem Einkaufswagen durch die Regalreihen. Das russische System hat mir gut gefallen und ich empfinde die neuen Supermärkte nur bedingt als Bereicherung, zumal sie meist teuer sind. Seit zwei Jahren kommen mit der zunehmenden Kaufkraft auch die ganz großen Märkte und dort bekomme ich jetzt mein Heinz-Ketchup und die original italienischen 50cm Spaghetti - das ist halt ganz nett. Außerdem bekommen wir da für unsere Tochter aus einem breiten Sortiment Baby-Nahrung und Drogeriewaren unser HIPP und die Pampers. Na ja, schon ein Grund, den Umweg zu machen. Lenta 6 x gibt es das inzwischen, ich gehe in folgende 3 Märkte: im Osten Savushkina 112, im Norden an der Straße entlang des finnischen Meerbusens, im Süden am Moskovskij Prospekt direkt in Höhe des Flughafens Pulkovo II. Quasi der Metro-Markt in St. Petersburg: Palettenregale, teils extrem günstige Preise und ein durchgängig gutes, aber übersichtliches Sortiment. Hier gibt es den besten Moldawischen Wein - z.Zt. 59 RBL = 1,5 € für einen wirklich anständigen (nicht nur trinkbaren) 2002er Cabernet Sauvignon. Die Lage ist von der Datscha kommend allerdings etwas ab vom Weg. Am Wochenende (Samstag, Sonntag) sollten Sie nicht dahin gehen: Es gibt zur Zeit Schlangen vor dem Markt in der Savushkina, wie früher nur vor dem neuen Nike-Shop am Nevskij Prospekt. 50 m sind nichts. Worauf die warten ? In den Lenta rein zu dürfen, kein Scherz. In den beiden anderen Märkten kann es auch voll sein, aber nicht so sehr. (der Markt nimmt Ihre ec-Karte oder Maestro oder Eurocard mit PIN, andere Kreditkarten nicht, im Markt gibt es einen Geldautomaten, der auch Visa nimmt) Okey 6 Märkte, u.a. am Ladogskij Voksal und Vyborgskoye Shosse 3, www.okmarket.ru Ganz anders als Lenta setzt der Okey auf ein extrem breites Sortiment. Fast ist es ein Kaufhaus. Vergleichbar im Konzept mit unseren Real Märkten in Deutschland oder den Hypermarches in Frankreich. Rund um den Markt gibt es viele zusätzliche Einrichtungen (Cafe, einen KFC (Kentucky Fried Chicken) Imbiß, Drogerie, Apotheke, u.s.w.). Das Preisniveau ist hoch - etwa 20% teurer, als im Lenta. Extrembeispiel: J7 Orangensaft (ein guter) kostet im Lenta z.Zt. 19 RBL, im Okey 29 RBL - beides sind "Sonderangebote". Der Okey liegt von der Datscha recht günstig. Am Wochenende voll, aber keine Schlangen wie am Lenta. (Sie können mit allen gängigen Karten, außer Diners und AmEx mit PIN zahlen, selbstverständlich gibt es einen Geldautomaten) Übrigens: Die vielen neugebauten geschmacklosen Hochhäuser in der Umgebung und die offenbar wohlhabenden Leute im Markt und die großen Autos auf dem Parkplatz irritieren Sie ? Ganz einfach: Das Stadtviertel gilt als sehr gut und die Wohnungen in den häßlichen Neubauten sind meist schon 1 Jahr vor Fertigstellung teuer verkauft. Ich weiß auch nicht, was die neue russische Mittel- und Oberschicht an dieser Art Wohnviertel findet. Wohnungen im Zentrum sind etwa genauso teuer, gefallen mir aber weit besser. Kalinka-Stockmann Finnlandsky Prospekt 1 Ebenfalls direkt am Weg, unmittelbar neben dem Hotel St. Petersburg und gegenüber dem Kreuzer Aurora an der Neva gelegen. Der Kalinka-Stockmann ist der Pionier unter den Supermärkten. Hier hat sich seit 1994 die Prominenz mit Importware eingedeckt. Nicht selten werden die Damen und Herren beim Einkauf von Bodyguards begleitet. Die Preise sind entsprechend hoch, noch höher als im Okey. Die Ware ist gut, kommt direkt aus Finnland. (alle Kreditkarten und ec-Karte, außer AmEx und Diners, kein Automat) Parnas M Ecke Nevskij Prospekt, Malaya Morskaja oder in der Malaya Sadovaja Parnas (der Name eines Stadtviertels im Norden von St. Petersburg) ist ein reich gewordener Wurstfabrikant, der jetzt auch Bier braut und kleine Supermärkte (Parnas M eben) betreibt, die irgendwo zwischen den russischen und den westlichen Supermarktinterpretationen angesiedelt sind. Die Märkte sind eher teuer, haben aber ein deutlich breiteres Sortiment, als die ansonsten genauso guten 24-Stunden-Märkte. Was mich letztendlich dazu gebracht hat, den Markt zu erwähnen: Er führt Pilsener Urquell und Schwartau-Marmelade. Die Wurst geht so, müssen Sie nicht unbedingt probieren. (der Markt nimmt Ihre ec-Karte oder Maestro oder Eurocard mit PIN, andere Kreditkarten nicht, an beiden Straßen gibt es zwei Geldautomaten in der Nähe) |
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Copyright © 2000 "Unsere Datscha in Toksovo", Maria & Klaus Horst
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