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Ich kenne noch 2 vergleichbare Museen auf dieser Erde: Den Louvre in Paris und das Metropolitan Museum in New York (den Papst und den Vatikan, sowie die Uffizien oder die Tate-Gallery - die ich auch kenne - übergehe ich absichtlich, die sind NICHT vergleichbar). Die Hermitage ist mit 3 MILLIONEN Exponaten und über 300 Sälen ein Gigant unter den Sammelstätten menschlichen Schaffens. Die Hermitage ist selbst ein Kunstwerk: Der von Rastrelli entworfene Winterpalast gehört zu den hervorragendsten Gebäuden seiner Zeit. Die Einrichtung des ehemaligen Zarenpalastes und Zentrums des russischen Reiches ist eine Ansammlung kleiner Wunderwerke.
Dazu sind die Sammlungen so vielfältig, wie qualitativ einmalig. Obwohl ja die Stadt noch jung ist und die Gründung der Hermitage erst auf das Jahr 1764 datiert wird (damals kaufte Katharina II. dem sächsischen Graf Heinrich von Brühl 600 wertvolle Gemälde ab), verfügt die Hermitage unter vielen anderen Sammlungen z.B. über eine bemerkenstwerte Abteilung für Altägyptische Kunst. Die festen Sammlungen umfassen zur Zeit 23 Abteilungen, von denen die für europäische Malerei wohl die bedeutendste ist. Beispiele: Italienische Kunst 13.-18.Jh. umfasst 30 Räüme und Bilder von Leonardo da Vinci, Raphael, Giorgione, Titian and Michelangelo. Die Französischen Maler des 19.-20.Jh. umfassen 850 Gemälde u.a. von Manet, Matisse, Picasso, Cezanne, Gauguin und van Gogh (zählen wir Ihn mal zu den Franzosen). Aber auch alle anderen wichtigen Maler der letzten 800 Jahre sind vertreten.
Einmal hat sich die Hermitage den "Spaß" gemacht, alle Werke von Auguste Rodin aus Ihrem Fundus in einem großen weißen Raum in eine lange Reihe zu stellen. Die Schönheit und Anmut der ungeheuren Menge weißen Marmors hat den Raum ohne Farbe auch im russischen Winter zu einem warmen Ort gemacht.
Eine Besonderheit der Hermitage ist die Tatsache, daß im Gegensatz zu den meisten großen Museen der Welt praktisch keine Beutekunst ausgestellt wird. Die Werke der Hermitage sind weit überwiegend mit viel Geld und ebensoviel Sachverstand in über 150 Jahre zusammen gekauft worden. Als vor 4 Jahren die "deutsche Beutekunst" aus dem Keller geholt wurde und ohne Umschweife gesagt wurde, daß dies Beutekunst ist, aber man über eine freiwillige Rückgabe reden können, muß es den Louvre und besonders den Vatikan geschüttelt haben. Nähme man in Paris oder Rom alles von den Wänden, was kein lupenreines Eigentum ist, blieben viele Säle leer. Caspar David Friedrich "auf See"
Das Museum hat ein sehr vernünftiges Preis-System. Ausländische Besucher zahlen günstige 350 RBL = 10 Euro Eintritt, Russische Besucher nur 100 RBL = 3 €. Wie sonst sollte ein russischer Vater seinen Kindern am Wochenende die Schätze seiner Heimatstadt zeigen ? Bei einem mittleren Einkommen von netto 300-600 Euro monatlich wäre der Besuch des Museums für einfache Leute nicht drin. Unterstützen Sie bitte dieses Verfahren, indem Sie NICHT versuchen, sich von einem russischen Bekannten als "Russe" einschleusen zu lassen. Danke. 10 € sind nicht zuviel, der Papst verlangt in Rom glatte 22 € für zusammengeraubte und geschenkte Kunstsammlungen, die nicht annähernd so vollständig und abgerundet sind, wie das, was Ihnen in St. Petersburg geboten wird. Die gute Homepage finden Sie unter Hermitage . Noch ein Tip: Nehmen Sie sich einen sachkundigen Führer durch die Räume. Gerade, wenn Sie zeitlich begrenzt sind, sehen Sie vieles leichter durch die Hilfe eines anderen. Unseren eigenen Gästen bieten wir in deutscher Sprache engagierte Führungen von lizensierten und wirklich guten Guides ab 40 € für z.B. 4 Personen an - hier finden Sie die Details dazu. Die Öffnungszeiten sind Di-So von 10:30 - 18:00 Uhr. Es gibt ein Cafe und Internetterminals. Das Auskunftstelefon hat die Nummer 110-90-79, unter 311-84-46 können Sie manchmal die Teilnahme an einer deutschsprachigen Gruppentour reservieren. Viel Freude in einem wirklich auch für Kunstabstinenzler sehenswerten Museum ! |
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